Im wöchentlichen Webinar des LEVA-Projekts haben wir auch das Thema Schreiben behandelt, mit dem Ziel, die Wirksamkeit unserer Kommunikation zu erhöhen. Nach einem ersten Teil, in dem wir den Fokus darauf gelegt haben, wie man E-Mails und Social-Media-Posts schlanker und flüssiger gestalten kann, haben wir diese Woche darüber nachgedacht, welche Methoden beim Strukturieren eines Textes am funktionalsten sind. Das Webinar war ein Workshop, in dem jeder durch eine Übung seine eigenen Best Practices geteilt hat. Hier liste ich einige der von den Teilnehmern genannten Punkte auf: - Bevor ich beginne, nehme ich mir ein paar Minuten Zeit, um über das nachzudenken, was ich kommunizieren möchte - Eine Antwortmail auf eine Anfrage mit einem Dankeschön beginnen - Die Nachricht mit einer konkreten Bitte um einen Termin oder Ähnliches abschließen - Die eigenen Stärken im Hinblick auf das Thema Kommunikation hervorheben Auf eine Anfrage eines Interessenten oder potenziellen Partners zu antworten, ist eine heikle und wichtige Kommunikation, da unser Hauptziel darin besteht, etwas für uns Wichtiges zu erreichen. Das kann ein Auftrag oder eine Zusammenarbeit sein. In jedem Fall muss dieser Kommunikationsaustausch sorgfältig gestaltet werden, damit wir unser Ziel erreichen. Das Schreiben ist ein Werkzeug, das der Mensch erfunden und im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat, um den Erhalt seiner Kommunikation zu fördern. Es handelt sich um eine kulturelle Konvention, die es uns ermöglicht, eine Spur von Gedanken und Worten zu hinterlassen. Die Art und Weise, wie sich das Schreiben entwickelt hat, spiegelt jedoch nicht genau die Funktionsweise unseres Geistes wider. Während das Schreiben linear und folgerichtig ist, bewegt sich unser Geist eher wie ein Netzwerk. Wir denken an etwas, das uns zu einem anderen Gedanken führt, und dieser Weg ähnelt eher einem Netzwerk als einer geraden, eindeutigen Straße, wie es die Worte in einem Text erscheinen. Deshalb ist eine dem Funktionieren unseres Geistes ähnlichere Methode, um an das Schreiben eines Textes heranzugehen, zunächst die Themen netzartig und nicht als Liste zu notieren. Das bedeutet zum Beispiel, ein leeres Blatt zu nehmen und vom Kern des Themas auszugehen, das wir behandeln wollen, und dann alles, was uns dazu einfällt, ohne bestimmte Reihenfolge aufzuschreiben. Es kann hilfreich sein, die Themen tatsächlich netzartig zu notieren, mit Pfeilen, die von einem Punkt des Blattes zum anderen führen. So zwängen wir unsere Gedanken nicht in eine Listenstruktur, die wenig mit dem Fluss unseres Geistes zu tun hat. Nach diesem ersten Schritt kommt natürlich der Moment der Ordnung: Indem man die Themen sortiert und deren Wichtigkeit und Relevanz festlegt, erhält man ein Inhaltsverzeichnis, das in unserer Kommunikation behandelt werden soll.

