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Leadership relazionale

2020-10-14 16:08

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psicologia applicata, davide-motta,

Leadership relazionale

Vorbemerkung

Das Konzept der Führung ist sehr weit gefasst. Je nachdem, aus welchem Blickwinkel man es betrachtet, kann man zu unterschiedlichen, alle gültigen und alle teilweisen Definitionen und Konzeptualisierungen gelangen.

Sehen wir uns einige Hinweise darauf an, welche Eigenschaften eine gute Führungskraft haben sollte, die von den Teilnehmern des Webinars zur Beziehungsführung für die Teilnehmer des Projekts LEVA hervorgehoben wurden, indem sie an effektive Führungskräfte dachten, die sie kennengelernt haben:

  • Fähigkeit, als Bezugspunkt anerkannt zu werden
  • Zuhörfähigkeit
  • Charisma, Fähigkeit zu faszinieren
  • Fähigkeit, andere an sich zu ziehen
  • Fähigkeit, andere zu führen und zum Bezugspunkt zu werden
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Fähigkeit zur Zusammenfassung
  • Organisationsfähigkeit, für sich selbst und für andere
  • Fähigkeit, Arbeits- und Freizeit klar zu trennen
  • Verantwortung übernehmen, „das Gesicht zeigen“
  • Motivationsfähigkeit
  • Selbstsicherheit
  • Kompetenz
  • Anderen helfen können, Lösungen zu finden, ohne sich selbst aufzudrängen oder die eigenen Lösungen aufzuzwingen
  • Als Filter fungieren, das Team verteidigen können

 

Formale und informelle Führung

Wir sprechen von formaler Führung, wenn die Rolle, die eine Person innehat, dazu führt, dass sie die Führungskraft ist: ein/e Manager/in, ein/e Projektleiter/in usw…

Diese Situation kann ihre Vorteile und ihre Nachteile haben: Die Tatsache, dass man sich die Rolle der Führungskraft nicht „im Feld“ verdienen muss, da diese bereits in der formalen Rolle impliziert ist, kann es erleichtern, sie bestmöglich auszuüben, wenn die Fähigkeiten vorhanden sind. Gleichzeitig kann die Erwartung, die andere an diese Person haben, gerade wegen der Rolle, die sie innehat, einen Leistungsdruck erzeugen, der es ihr tatsächlich nicht erlaubt, ihre Führungsqualitäten optimal zum Ausdruck zu bringen (d.h.: sie befindet sich zu weit rechts auf ihrer eigenen Kurve der persönlichen Wirksamkeit).

In jedem Fall bedeutet es nicht automatisch, eine gute Führungskraft zu sein, nur weil man formal Führungskraft ist.

Die informelle Führung hingegen zeigt sich immer dann, wenn eine Person oder eine Gruppe einer anderen Person die Rolle der Führungskraft zuschreibt, unabhängig von der formalen Rolle – also ob es sich um eine/n gleichgestellte/n Kolleg/in oder die/den Vorgesetzte/n handelt.

 

Was ist also Beziehungsführung?

Sie besteht genau in der Fähigkeit einer Person, als Führungskraft anerkannt zu werden, unabhängig von ihrer formalen Rolle – das heißt, sie fällt mit der informellen Führung zusammen (die, ich betone, auch von jemandem ausgeübt werden kann, der formal Führungskraft ist, wie z.B. ein/e Projektmanager/in).

 

Welche Eigenschaften hat die beziehungsorientierte Führungskraft?

Wir können aus der in der Vorbemerkung erstellten Liste wählen: Die beziehungsorientierte Führungskraft ist diejenige, die besonders effektiv in Bezug auf die ersten fünf Punkte der Liste ist:

  • Fähigkeit, als Bezugspunkt anerkannt zu werden
  • Zuhörfähigkeit
  • Charisma, Fähigkeit zu faszinieren
  • Fähigkeit, andere an sich zu ziehen
  • Fähigkeit, andere zu führen und zum Bezugspunkt zu werden

 

Ist die Fähigkeit zur Beziehungsführung angeboren oder erworben?

Zweifellos gibt es Menschen, die eine Veranlagung haben, die, wenn nicht angeboren, sich auf natürliche Weise und ohne bestimmte Absicht entwickelt hat. Ebenso wahr ist aber, dass jeder an seinen Führungsqualitäten arbeiten und sich so weit verbessern kann, dass er eine effektive Führungskraft wird.

 

Wie können wir also diese Fähigkeiten entwickeln? „Alles, was Führung betrifft, ist autobiografisch.
Wenn ich nicht weiß, wer du als Mensch bist,
    
weiß ich nicht, wer du als Führungskraft bist.“ 
Noel Tichy


Was Noel Tichy – renommierter amerikanischer Coach und Berater, anerkannt als einer der führenden Experten für Führung – uns mit dieser Aussage deutlich macht, ist klar: Beziehungsführung entwickelt sich in erster Linie durch unsere Fähigkeit (und Bereitschaft), in unserer beruflichen Rolle mit der Fülle unserer persönlichen (nicht privaten!) Dimension präsent zu sein. Das heißt zum Beispiel, offen, ehrlich und explizit in Bezug auf die eigenen Werte zu sein und sich konsequent danach zu verhalten. Aber auch, in der Lage zu sein, die eigenen Schwächen und Verletzlichkeiten gelassen zu zeigen, ohne eine Maske der unwahrscheinlichen Perfektion aufsetzen zu müssen.

Die Fähigkeit, andere zu führen, zum Bezugspunkt zu werden, andere an sich zu ziehen, werden dann allesamt Konsequenzen sein, die sich ganz natürlich ergeben.

 

Aktives Zuhören, Durchsetzungsvermögen, Storytelling sind dann alles Werkzeuge, die nützlich sein und die Kompetenzen einer beziehungsorientierten Führungskraft bereichern können: Diese Themen werden wir in weiteren, spezifischeren Webinaren behandeln.

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